Grußwort

Foto: Rainer Dolle

Rainer Dolle
Geschäftsführer und Pädagogischer Leiter
Arbeit und Bildung e.V., Marburg, Deutschland

Liebe Freunde in Europa, liebe ARFIE Mitglieder,
sehr geehrte Damen und Herren,

wir laden Sie herzlich ein, zur Konferenz

Brücken bauen.
Neue Wege zur Beschäftigung von Menschen mit Behinderungen.
Allgemeiner Arbeitsmarkt und Veränderungen in beschützenden Werkstätten.
nach Marburg zu kommen.

Es ist immer von Vorteil, über gemeinsame Ziele miteinander zu reden, miteinander Probleme zu diskutieren und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Zum Wohle der Menschen mit Behinderung.
Die gemeinsamen Ziele sind dabei klar bestimmt: Es geht um Teilhabe, Selbstbestimmung und Gleichstellung.

Der Bildungs- und Sozialträger Arbeit und Bildung e.V. freut sich, die diesjährige Jahresversammlung von ARFIE ausrichten zu dürfen. ARFIE ist eine europäische Dachorganisation von Organisationen und Vereinen, die sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung einsetzen. Wir nehmen soviel versammelten Sachverstand natürlich zum Anlaß, parallel dazu auch diese Konferenz durchzuführen.

Wir sprechen dort über die UN-Konvention für die Rechte behinderter Menschen. Und wie ihr Geist und Inhalt europaweit, weltweit umgesetzt werden kann. Referenten aus 8 Ländern werden richtungsweisende Modelle vorstellen, wie die berufliche Eingliederung von Menschen mit Behinderungen funktionieren kann.

Eingeladen sind professionelle Unterstützer/innen, Repräsentanten und Repräsentantinnen von Integrationsfirmen, Verbände und Betroffene.

Die Konferenz möchte zu einem europaweiten Wissensaustausch innerhalb der pädagogischen Organisationen und Behinderteneinrichtungen beitragen. Wir wollen auch eine Plattform für kleine, private Flur-Gespräche, für Anregungen sein.

Wir hoffen auf eine nachhaltige Netzwerkverbindung und einen europäischen Erfahrungsaustausch. Dadurch können die national durchaus unterschiedlichen Herangehensweisen erweitert und bereichert werden. Zum Wohle der Menschen mit Behinderung.

Es steht außer Frage: Menschen mit Behinderung wollen und können ihre ganz persönlichen Fähigkeiten weiter entwickeln, ihr Leben danach ausrichten und selbst organisieren. Es geht um Normalisierung und Selbstbestimmung und um einen gleichberechtigten Zugang zur Gesellschaft und zum Arbeitsmarkt.

Unsere Konferenz beschäftigt sich auch damit, wie der Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt aussieht. Beginnen müssen wir bereits in der Schule, um zu verhindern, dass Schülerinnen und Schüler aus Förderschulen nach der Schule ganz automatisch in eine Werkstatt für behinderte Menschen wechseln. In allen Situationen muß der Bau von Brücken in den Arbeitsmarkt selbstverständlich werden.

Denn wer über Chancengleichheit und gesellschaftliche Teilhabe spricht, der muss auch über Arbeit sprechen. Wer Arbeit hat, bekommt Anerkennung. Wer Anerkennung bekommt, fühlt sich selbst bestätigt und kann stolz sein auf sich und das Geleistete.

Auch das Persönliche Budget, ein weiteres Thema der Konferenz, baut Brücken. Es ermöglicht mehr Freiheit und Selbstbestimmung. Wer das Budget nutzt, entscheidet selbst. Das ist gut so, denn jede und jeder ist ein Experte in eigener Sache.

Brücken bauen, das soll auch durch „Unterstützte Beschäftigung“ geschehen. Denn schwerbehinderte Menschen können durchaus in Betrieben arbeiten, wenn sie die erforderliche Hilfe erhalten. Wir können dies in unseren eigenen Firmen nachweisen.


Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!